Druckschrift 
15 (1851) Das schöne Mädchen von Perth
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

5

die Partei der Verwalterin zu ergreifen. Er nahm daher Ab-schied, indem er murmelte, daß er stets gehört habe, die Schottenwären unreinliche Leute; aber nie Hab' er geglaubt, daß siees so weit trieben, die Dielen ihrer Paläste blutbesudelt zulassen, gleich Banquo's Geist, da es, um die Flecken zu besei-tigen, nur hundert Tropfen des untrüglichen ReinigungselirirSkosten würde, bereitet und verkauft von den Herren Scrub undRub, in Flasche» zu fünf und zehn Schilling, jede Flasche be-zeichnet mit den Anfangsbuchstaben des Erfinders, um jedenVerfälscher hinsichtlich der gesetzlichen Strafe zu warnen.

Befreit von der lästigen Gegenwart dieses Freundes derReinlichkeit, war meine Freundin, Mrs. Policy, verschwenderischmit den Ausdrücken ihres Dankes, und gleichwohl ist ihre Er-kenntlichkeit, statt fich, wie es meistens geht, durch diese Bc-theuerungen zu erschöpfen, im gegenwärtigen Augenblicke nochso lebendig, als wenn fie mir überhaupt nie Dank gesagthätte. Der Erinnerung an diese Dienstleistung verdanke ichdie Erlaubniß, beliebig diese verlassenen Gemächer zu durch-wandeln, gleich dem Schatten eines abgeschiedenen Kammer-herrn, bald, wie es in dem alten irischen Liede heißt:

Ob Dingen sinnend, welche längst Herüber,"bald dem Wunsche nachhängend, daß auch mich, wie so man-chen Romanschreiber, ein günstiges Ungefähr im verborgenenFache eines alten Schrankes ein, wenn auch kaum zu entzif-ferndes Manuskript finden lassen möchte, enthaltend authen-tische Nachrichten über eine der merkwürdigen Thaten ausjenen wilden Tagen der unglücklichen Maria.

Meine liebe Mrs. Baliol pflegte mit mir innig übereinzu-stimmen, wenn ich beklagte, daß derartige Geschenke nicht mehrzum Vorschein kämen, und daß ein Autor, dem am Seegestadedie Zähne vor Frost klappern, diese sich eher ausbeißen könnte,