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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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meinem Volke denkt, wie der gemeine Haufe Eurer Lands-leute; denkt Ihr auch, daß ich diese flimmernden Steine-oberschätze, als meine Freiheit? Oder daß mein Vater sie nur derNeve wert- hält, in Vergleich mit der Ehre seines einzigenKindes? Nehmt sie, Lady, mir sind sie ohne Werth, denn niewerde ich wieder Edelsteine tragen."

Seid Ihr denn so unglücklich?" fragte Rowena, ergriffen vonder Art, womit Rebecca diese letzten Worte aussprach.O, bleibtbei uns! Der Rath -eiliger Männer wird Euch von Eurem un-glückliche» Gesetze befreien, und ich will Eure Schwester sein!"

Nein, Lady," entgcgnete Rebecca mit derselben sanftenSchwermut- in ihrem schönen Gesicht und ihrer milden Stimme,das kann nicht geschehen. Ich kann den Glauben meiner Väternicht wechseln wie ein Kleid, das nicht für das Klima paßt,unter dem ich wohnen will, und unglücklich, Lady, werde ichnicht sein. Er, dem ich mein künftiges Leben weihe, wirdmein Tröster sein, wenn ich seinen Willen thue."

Habt Ihr denn Klöster, in deren eins Ihr Euch zu bege-ben gedenkt?" fragte Rowena.

Nein, Mylady," sagte die Jüdin,aber unter unserem Volkehat es seit Abrahams Zeiten Frauen gegeben, welche ihre Ge-danken dem Himmel weihten, und ihre Handlungen der Menschen-liebe; sie pflegten den Kranken, speisten den Hungrigen undtrösteten den Elenden. Unter diese soll Rebecca gezählt wer-den. Das sage Deinem Herrn, wenn er nach dem Schicksalderjenigen fragen sollte, deren Leben er einst rettete "

Es war ein unwillkürliches Beben in Rebecca's Stimme, undeine Zartheit in ihrem Tone, die vielleicht mehr verriethen, alssie wünschte. Sie eilte nun, von Rowena Abschied zu nehmen.

Lebt wohl, lebt wohl," sagte sie.Möge der, welcher Judenund Christen schuf, seine schönsten Segnungen über Dich ausschüt-