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„Und was bringst Du Neues von Ijork, tapferer Graf?"fragte Jvanhoe; „werden die Rebellen uns dort trotzen?"
„Nicht mehr als der Decemberschnee der Juliussonne trotzt,"sagte der Graf; „sie zerstreuen sich, und glaubst Du wohl,daß Johann uns selbst die Nachricht davon gebracht hat?"
„Der Berräther! der undankbare Verräther!" sagte Jvan-hoe, „hat ihn Richard denn nicht ins Gefängniß werfen lassen?"
„O, er empfing ihn," sagte der Graf, „als wenn sie sichnach einer Jagdpartie begegnet wären; und indem er auf unsund unsere Bewaffneten deutete, sagte er: Du siehst, Bruder,ich habe einige zornige Leute bei mir, Du thust am besten zuunserer Mutter zu geben und dort zu bleiben, bis die Ge-müther besänftigt sind."
„Und das war Alles, was er sagte?" entgegnete Jvanhoe,„sollte man nicht behaupten, Richard fordere durch seine Mildeselbst zur Verrätherei auf?"
„Ja," sagte der Graf, „wie man sagen kann, derjenigefordere den Tod heraus, der mit einer gefährlichen, ungeheil-ten Wunde ein Gefecht zu bestehen unternimmt."
„Der Scherz sei Dir verziehe», Graf," sagte Jvanhoe,„allein bedenke, ich wagte nur mein eigenes Leben, allein Ri-chard die Wohlfahrt seines Reichs!"
„Diejenigen," versetzte der Graf, „welche sich ihre eigeneWohlfahrt nicht eben sehr angelegen sein lassen, bekümmernsich in der Regel auch nicht viel um die Anderer. Aber laßuns zum Schlosse eilen, denn Richard will einige der unter-geordneten Mitglieder der Verschwörung bestrafen, obgleich erihrem Anführer verziehen hat."
Aus den gerichtlichen Untersuchungen, welche bei dieser Gele-genheit geführt wurden, scheint so viel zu erhellen, daß MoritzdeBracy über das Meer entkam und in die Dienste Philipp's von