war aller ihrer Zierden beraubt, damit nicht vielleicht einAmnlet darunter sein möchte, das, wie man meinte, Satanassolchen Schlachtopfcrn zu geben pflege, um sie auch unter derTortur der Macht der Beichte zu entziehen. Statt ihresmorgenländischen Schmuckes trug fle ein einfaches, weißesKleid von der einfachsten Form; allein in ihrem Blicke lageine solche Mischung von Mnth und Ergebung, daß sie auchin diesem Anzuge und ohne allen Puy, als ihr langes, schwar-zes Haar, jedem Auge Thränen entlockte, das auf ihr weilte,und die verhärtetste Bigotterie bedauerte das Schicksal einesso herrlichen Geschöpfes, welches in ein Gefäß des Zornsund in eine Sklavin des Teufels verwandelt worden war.
Ein Haufe niederer Personen, welche zum Präccptoriumgehörten, folgten dem Schlachtopfer, alle in der größten Ord-nung mit gefalteten Händen, den Blick am Boden geheftet-
Dieser Zug bewegte sich langsam nach der kleinen Erhöhung,auf deren Fläche die Schranken sich befanden, und beim Eintrittin dieselben ging man einmal in denselben herum von der Rechtenzur Linken, und hielt an, als der Kreis beschlossen war. Es ent-stand ein augenblickliches Geräusch, als der Großmeister und alleseine Begleiter, den Kämpfer und seine Pathen ausgenommen,von ihren Pferden stiegen, welche dann sogleich durch die da-zu bestellten Knappen aus den Schranken gebracht wurden.
Die unglückliche Rebecca wurde zu dem schwarzen Stuhle ge-führt, der dicht an dem Scheiterhaufen stand. Beim ersten Blickeauf diesen furchtbaren Ort, wo Vorbereitungen gemacht waren,gleich entmuthigcnd für denGeist, als schmerzlich für denKörper,schauderte sie zusammen und schloß dieAugen,indem sie wahrschein-lich innerlich betete, da ihre Lippen sich bewegten, ohne daß manein Wort vernahm. In dem Zeiträume von einer Minute öffnetesie jedoch die Augen wiedcrund blickte entschlossen anfden'Holzstoß,