„Wie?" sagte Athelstane, ist dies der edle König Richard?"
„Es ist Richard Plantagenet selbst," erwiedertc Cedric.„Doch ich brauche Dich nicht z» erinnern, daß, da er als Gastfreiwillig hierbei.' gekommen ist, er weder beleidigt noch alsGefangener bebandelt werden darf, Du kennst Deine Pflichtgegen ihn als Deinen Gast."
„Ja, bei meiner Ehre," sagte Athelstane, „und meinePflicht als Unterthan obendrein, denn hier biete ich mit Herzund Hand ihm meine Treue!"
„Mein Sohn!" sagte Eeitha, „bedenke Deine königlichenRechte!"
„Bedenkt die Freiheit Englands, ausgearteter Fürst!" sagteCedric.
„Mutier und Freunde," versetzte Athelstane, „seid ruhigmit Euren Vorwürfen! Brod und Wasser und ein Gefäng-niß dämpfen die Ehrsucht auf bewundernswürdige Weise; ichkomme aus dem Grabe viel klüger, als ich hinabgestiegen bin.Die eine Hälfte dieser elenden Tborheiten wurden mir vondem treulosen Abte Wolfram in's Obr gesent, und Ihr könntnun urtheilen, was für ein zuverlässiger Ratbgeber er ist.Seitdem nun diese Plä'-e in Bewegung sind, habe ich nichtsgeh bt, als Unruhe auf Reisen, Unverdaulichkeiten, Schlägeund Quetschungen, Gefangenschaft und Hunger, überdies kön-nen leicht noch einige tausend rubiger Menschen dabei umkom-men. Ich sage Euch, ich will König sein — aber auf meineneigenen Güter», nnd sonst nirgends; und die erste AusübungMeiner Herrschaft soll sein, daß ich den Abt hängen lasse."
„Und meine Mündel Rowena?" sagte Cedric, „ich hoffedoch, die werdet Ihr nicht aufgeben wollen?"
„Vater Cedric," entgegnete Atkelstane, „sei vernünftig;Lady Rowena kümmert sich nicht um mich — der kleine Fiu-