Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
165
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Schöpfe nur Athem, edler Athelstane," sagte Richard,und nimm einige Erfrischungen zu Dir, che Du weiter gehstin der schauerlichen Geschichte."

Recht gern," verseyte Athelstane,ein Stuck von diesemwohlschmeckenden Schinken verträgt sich recht wohl mit demTexte auch ein Becher Wein, edler Herr, kann nicht scha-den. Ihr thut mir doch Bescheid?"

Die Gäste, obgleich vor Erstaunen fast außer sich, thatendoch ihrem wiedererstandencn Wirthe gern Bescheid, und die-ser fuhr sodann in seiner Erzählung fort. Er hatte freilichjetzt bei weitem mehr Zuhörer als Anfangs, denn Editha,welche einige nvthwendige Befehle im Schlosse erthcilt hatte,war dem Erstandenen nach dem Fremdenzimmer gefolgt, be-gleitet von so viel weiblichen und männlichen Gästen, als sichin dem kleinen Gemache zusammendrängen konnten, indeßandere, auf der Treppe stehend, eine irrige Ausgabe der Er-zählung auffaffend, diese noch mehr entstellt denen untenmittheilten, welche sie nun wieder den anßenbefindl chen aufeine Art überlieferten, die gar keine Aehnlichkeit mehr mitder Wahrheit hatte. Athelstane aber begann mit der Fort-setzung seiner Erzählung folgendermaßen:

Da ich mich nun von dem Ringe frei sah, schleppte ichmich die Treppe hinauf, so gut es ein mit Fesseln belasteterund vom Fasten ansgemergelter Mensch vermag; und nachdemich lange um mich hernmgefühlt batte, wurde ich endlich durchden Ton eines lustigen Rundgcsanges zu dem Gemache ge-leitet, wo der würdige Sakristan eine Teufelsmesse hielt, miteinem großen, breitschultrigen Mönche in grauer Kutte, dereher einem Räuber als einem Geistlichen glich. Ich stürztezu ihnen hinein; und meine Grabcskleidung, so wie derKlang meiner Ketten mochte mich einem Bewohner der andern