Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
Seite
158
Einzelbild herunterladen
 

158

vor ihr stand ein elfenbeinernes Crucifir, daneben lag einMeßbuch, auf seinen Blättern reich bemalt und am Einbandemit goldenen Spangen und Beschlägen geziert.

»Edle Ediths," sagte Cedric, nachdem er einen Augenblickschweigend gestanden hatte, gleich als wollte er Richard undWilfred Zeit lassen, die Frau des Hauses genau zu betrach-ten,diese würdigen Fremdlinge kommen, um an DeinemKummer Theil zu nehmen. Dieses besonders ist der tapfereRttter, der so muthig für die Befreiung dessen focht, um denwir heute trauern "

»Seine Tapferkeit verdient meinen Dank," versetzte dieDame,obgleich der Himmel wollte, daß sie sich vergebensäußerte. Ich danke ihm und seinem treuen Gefährten über-dies für die Artigkeit, daß sie gekommen sind, die WittweAtheling'ü und die Mutter Athelstane's in der Stunde ihrestiefen Schmerzes und Jammers zu besuchen. Ich vertrauesie Eurer Sorge, theurcr Verwandter, laßt es ihnen an nichtsfehlen, was die Gastfreundschaft in diesen düster» Mauernihnen gewähren mag."

Die Gäste verbeugten sich tief gegen die Trauernde, undentfernten sich mit ihrem gastfreundlichen Führer, der sie inverschiedene Gemächer geleitete, wo Athelstane's Leichenfeierunter mancherlei Formen veranstaltet wurde- Er sicherte ih-nen jede mögliche Bequemlichkeit zu, und wollte sich ebenentfernen, als der schwarze Ritter seine Hand ergriff und zuihm sagte:

Edler Than, ich bitte Euch zu erinnern, daß, als wir unszuletzt trennten, Ihr mir verspracht, für den Dienst, den ich soglücklich war, Euch zu leisten, eine Gefälligkeit zu erweisen"

Sie ist Euch bewilligt, edler Ritter, ehe Ihr sie ausgespro-chen," versetzte Cedric,doch in diesem traurigen Zeitpunkte"