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zu Ehrsucht und Rache jedes AdamSkind zu verleiten ver-mögen."
„Rache?" antwortete der schwarze Ritter, „ich that Dirja kein Unrecht. An mir hast Du doch nichts zu rächen."
„Meine Tochter, Richard, deren Hand Du verschmäht hast!War das nicht eine Beleidigung für einen Norman», dessenBlut so edel ist als Dein eigenes?"
».Deine Tochter!" versetzte der schwarze Ritter, „eine schoneUrsache zur Feindschaft und zu so blutigem Ausgange geleitet!Tretet zurück, ihr Herren, ich muß mit ihm allein sprechen!— Nun, Waldemar Fitzurse, sei aufrichtig, bekenne, wer ver-leitete Dich zu dieser hinterlistigen That?"
„Deines Vaters Sohn," antwortete Waldemar, „der dadurchan Dir Deinen Ungehorsam gegen Deinen Vater rächen wollte "
Richard's Augen glühten vor Unwillen, allein seine bessereNatur siegte. Er drückte die Hand gegen die Stirn, und schauteeinen Augenblick dem gedemüthigten Baron in's Gesicht, woStolz mit Schani kämpfte.
„Du bittest nicht um Dein Leben, Waldemar?" sagte derKönig.
„Wer in des Löwen Klauen ist, weiß daß er dies frucht-los thnt.«
„So nimm cs denn ungebeten," sagte Richard, „der Löwenährt sich nicht von vorgeworfencn Leichnamen ! Nimm Dein Le-ben, doch mit der Bedingung, daß Du in drei Tagen Englandverlassest, und Deine Schande in Deinem normännischen Schlosseverbirgst, auch den Namen Johann's von Anjou als mit Deinerschändlichen That verbunden erwähnst. Wirst D» nach dieser Zeitnoch ans englischem Boden gefunden, so mußt Du sterben. Oderäußerst Du das Geringste gegen die Ehre meines Hauses, beimheiligen Georg! so ist der Altar selbst kein Schutz für Dich- Ich