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Bruder? Deine Tritte wanken, Deine Stirn ist finster wiedie Nacht! Ist Dir nicht wohl?"
„Ja, wie dem Unglücklichen, der in einer Stunde sterbensoll. Beim Himmel, Maivoisin, das Mädchen hat mich fast ent-mannt- Ich bin halb entschlossen dem Großmeister den Ordenins Gesicht abzuschwören, oder in ein fernes Land zu fliehen,wohin Thorheit und Fanatismus noch nicht den Weg gefun-den haben."
„Du kannst nicht fliehen," sagte der Präceptor, „Du kannstDeinem Gelübde nicht entsagen. Entehrung ist in beiden Fäl-len Dein Loos. Und bedenke, wo sollten Deine alten Waf-fenbrüder ihr Antlitz bergen, wenn Bois-Guilbert, die besteLanze des Tempels als abgefallen erklärt würde? Welche Traueram Hofe von Frankreich ? Welche Freude win de der stolze Richardhaben, dessen Ruhm Du in Palästina beinahe verdunkeltest?"
„Malvoifln," sagte der Ritter, „ich danke Dir! Du hasteine Saite berührt, die schnell in meinem Herzen anspricht.Es komme, was da wolle, abtrünnig soll man mich »immerheißen. Möchte doch Richard, oder einer seiner gepriesenenLieblinge in den Schranken erscheinen! Aber sie werden wohlleer bleibe»; Niemand wird cs wagen eine Lanze für die un-schuldige Verlorne zu brechen!"
„Desto besser für Dich, da stirbt das Mädchen nicht durchDich, und alle Schande fällt aus den Großmeister, der dieseSchande für Lob hält."
„Woklan denn, ich kehre zu meinem ersten Entschlüsse zu-rück. Sie hat mich verachtet, zurückgestoßen, erniedrigt. Mal-voisln, ich erscheine in den Schranken!"
Hierauf trennten sie sich.