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gang gehabt, die ihre schönsten Gefühle verloren haben. Ichsage Dir, stolzer Templer, Du hast in Deinen qepriesenstenSchlachten nicht mehr Muth entfaltet, als Weiber gezeigthaben, wenn sie anfgefordert wurden, ans Liebe oder Pflichtzu dulden. Ich selbst bin ein Weib, zärtlich erzogen, von Na-tur Gefahren scheuend und Schmerzen fürchtend, und doch,wenn wir in die entscheidenden Schranken treten werden, Duum zu kämpfen, ich um zu dulden, dann wird, das fühle ichmit stolzer Zuversicht, mein Muth noch höher steigen als derDeine. Lebe wohl! Ich verschwende keine Worte mehr mitDir! Die Zeit, welche der Tochter Jakobs auf Erden nochübrig bleibt, muß anders angewendct werde»; sie muß denTröster suchen, der sein Antlitz zwar vor seinem Volke ver-bergen mag, doch sein Ohr immer dem Rufe derer öffnet,welche ihn mit aufrichtigem Herzen suchen."
„So müssen wir denn scheiden," sagte der Templer nacheiner kurzen Pause. „O, wollte doch der Himmel, wir hättenuns nie gesehen, oder Du wärest mir gleich an Geburt undGlauben! Ja, beim Himmel, wenn ich Dich so betrachte, undbedenke, wie und wo wir uns wieder treffen sollen, dannkönnte ich sogar wünschen, Einer von Deiner entwürdigtenNation zu sein — wünschen, daß meine Hand sich mit Me-tallklnmpen und Geldsäckcn befaßte, statt mit Lanze und Schild,daß sich mein Haupt vor jedem kleinen Edelmanne beugte undmein Blick nur dem bankerotten Schuldner furchtbar wäre —dies könnte ich wünschen, Rebecca, um Dir im Leben nahe zusein, und dem furchtbaren Anthcile zu entkommen, den ichau Deinem Tode nehmen soll."
„Du sprichst von den Juden," sagte Rebecca, „so wie siedie Verfolgung derer, die Dir gleichen, gemacht Hot; der Him-mel hat sie im Zorn aus ihrem Vaterlande vertrieben, allein