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14 (1851) Ivanhoe
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und wir entfliehen gemeinschaftlich! Höre mich, Rebecca," sagteer wieder mit sanfterem Tone,England, Europa ist nicht dieWelt! Es gibt Gegenden, wo wir leben und wirken können,groß genug für meinen Ehrgeiz! Wir gehen nach Palästina,wo Conrad Marquis von Montferrat mein Freund ist, freiwie ich selber von allen Bedenklichkeiten, welche eine freige-borne Vernunft in Fesseln legen; wir wollen uns lieber mitSaladin verbünden, als die Verachtung der Frömmler ertra-gen, die wir gering schätzen. Ich werde mir neue Bahnen zurGröße eröffnen," fuhr er fort, indem er rasch durchs Zimmerging,Europa soll den lauten Schritt dessen vernehmen, dencs aus seinen Grenzen vertrieben bat. Nicht die Millionen,welche die Kreuzfahrer zur Schlachtbank senden, können soviel zur Vertheidigung von Palästina thun, nicht die Säbelvon tausend und aber tausend Sarazenen vermögen ihrenWeg so tief in das Land zu bahnen, um welches Nationenstreiten, als die Kraft und Klugheit von mir und jenen Brü-dern, die jenen alten Religionsschwärmer verachtend, mir imGuten wie im Bösen anhängen werden. Du sollst eine Kö-nigin werden, Rebecca! Auf dem Berge Karmel wollen wirDir den Thron errichten, den meine Tapferkeit erringen wird,und ich will den langersehnten Stab mit dem Sceptcr vertauschen."

Ein Traum," sagte Rebecca,ein leeres Trugbild der Nacht,das, wenn cs auch Wirklichkeit wäre, mich doch nicht reizenwürde. Genug, daß ich die Macht, welche Du Dir erringenmagst, nimmer theilcn werde; auch denke ich von der Treue,die man seinem Glauben und seinem Vaterlande schuldig ist,nicht so gering, daß ich den achten könnte, der diese Bandeso schnell zu zerreißen bereit ist, und die Verbindung des Or-dens, dessen geschworenes Mitglied er ist, auflösen will, umder zügellosen Leidenschaft für die Tochter eines fremden Bol-