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Vortheil bringen, zu erklären, daß die Eigenheiten meinerKleidung, meiner Sprache und Sitten blos die meines Vol-kes sind — ich würde sagen meines Landes, allein wir habenja kein Vaterland! Eben so wenig mag ich mich verthcidigcnauf Kosten meines Verfolgers, der dort fleht und den Erdich-tungen und Vermnthungen lauscht, welche den Tyrannen indas Schlachtopfer zu verwandeln scheinen. Gott richte zwi-schen ihm und mir! Aber lieber wollte ich mich zehn solchenStrafen unterwerfen, als Ihr gegen mich zu erkennen für gutfinden möget, als die Beschuldigungen ertragen, welches die-ses Belialskind gegen mich, die Freund- und Vertheidigungs-lose und seine Gefangene, vorzubringen sich unterfangen hat.Doch er ist Eures Glaubens, und die geringste Versicherungvon ihm würde die feierlichsten Betheuerungen der unglückli-chen Jüdin auswiegcn. Ich wende daher die gegen mich vor-gebrachte Beschuldigung gegen ihn selbst. Auf Dich, Briande Bois-Guilbert, berufe ich mich, ob diese Anklagen nichtalle eben so falsch als übertrieben und verläumderisch sind?"
Es entstand eine Pause. Aller Augen wandten sich gegenBoiS-Guilbert. Er schwieg.
„Sprich," sagte sie, „wenn Du ein Mann bist! Wenn Duein Christ bist, sprich! Ich beschwere Dich bei dem Kleide,welches Du trägst, bei dem Namen, den Du geerbt hast, beidem Ritterlhum, dessen Du Dich rühmst, bei der Ehre Dei-ner Mutter, bei dem Grabe und den Gebeinen Deines Va-ters! Ich beschwöre Dich, sag, sind diese Dinge der Wahrheitgemäß?"
„Antworte ihr, Bruder," sagte der Großmeister, „wenn derböse Feind, mit dem Du ringst, Dir diese Macht gestattet!"
In der Thai schien Bois-Guilbert von widerstreitendenLeidenschaften bewegt, welche seine Züge verzerrten, und nur