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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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Als die Töne schwiegen, sah sich der Großmeister langsam imKreise um und bemerkte, daß der Sitz eines der Präceptoren leerwar. Brian de Bois-Guilbert, welcher ihn vorher eingenommen,hatte seinen Platz verlassen und stand jetzt am äußersten Ende ei-ner von den Bänken, welche die Tempelritter einnahmen dieeine Hand erhob seinen Mantel, so daß er damit zum Theil seinGesicht bedeckte, während die andere sein Schwert mit dem Kreuz-griff hielt und langsam mit der Sitze desselben, ohne es auö derScheide zu ziehen, Linien auf den eichenen Fußboden beschrieb.

Unglücklicher Mann!" sagte der Großmeister, nachdem erihn mit einem Blick des Mitleids betrachtet hatte.Du siehst,Conrad, wie dieses heilige Werk ihm zuwiver ist. Dahin kannder leichtfertige Blick eines Weibes, von dem Fürsten dieser Weltunterstützt, einen tapfern und würdigen Ritter bringen!Sichst Du wohl, er kann uns nicht anschauen; er kann sie nichtanblicken; und wer weiß durch welchen Einfluß von seinemQuäler bestimmt, er jene cabbalistischen Linien auf den Bodenzeichnet? Vielleicht wird auf diese Weise auf unser Lebenund unsere Sicherheit abgezielt, doch wir speien ihn an undtrotzen dem bösen Feinde. Semper lleo percutintur!«

Dies sprach er insgeheim mit seinem Vertrauten ConradMont Fichet. Dann erhob der Großmeister seine Stimme undredete die Versammlung an.

Ehrwürdige und tapfere Männer, Ritter und Präceptorendes heiligen Ordens, meine Brüder und meine Kinder! AuchIhr sreigeborne und fromme Knappen, die Ihr nach der Ehrestrebt, dieses heilige Kreuz zu tragen! Und auch Ihr, christ-liche Brüder jeden Standes und Ranges! Es sei Euch kund-gethan, daß es kein Mangel an Macht ist, was uns veranlaßthat, diese Versammlung zu halten; denn mit diesem Stabe istuns die volle Macht übertragen worden, zu beurtheilen und zu