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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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forderte, dem Ueberbringer die Summe von tausend Kronen aus-zuzahlen, und gewisse näher bezeichnete Maaren auszuliefern.

„Mein Bruder Schema," sagte er mit einem tiefen Seuf-zer, „hat den Schlüssel zu meinem Waarenlager."

„Und zu dem gewölbten Gemache," flüsterte Locksley.

„Nein, nein, — das möge der Himmel verhüten!" sagteJsaac; „verflucht sei die Stunde, wo ein Anderer mit diesemGeheimniß bekannt wurde!"

„Bei mir ist es sicher," sagte der Geächtete, „wenn aufdieses Blatt die darin benannte Summe ausgczahlt wird. —Aber was hast Du vor, Jsaac? Bist Du todt? Bist Duvon Sinnen? Hast Du wegen der Bezahlung von tausendKronen Deiner Tochter Gefahr vergessen?"

Der Jude sprang wieder auf. „Nein, Diccon, nein — ichwill sogleich abreisen. — Lebe wohl, Du, den ich nicht gutnennen kann und nicht böse nennen will und darf."

Ehe der Jude sich entfernte, gab ihm der Anführer der Ge-ächteten seinen Rath auf den Weg: „Sei freigebig in DeinenAnerbietungen, Jsaac, und schone Deine Börse nicht zur Ret-tung Deiner Tochter. Glaube mir, das Gold, welches Duin ihrer Sache sparst, wird Dir später so viel Qual verur-sachen, als würde es geschmolzen in Deinen Hals gegossen."

Jsaac gab mit einem tiefen Seufzer seine Zustimmung undtrat seine Reise an, von zwei rüstigen Waidmännern beglei-tet, die seine Führer und zugleich seine Beschützer sein sollten.

Der schwarze Ritter, welcher mit nicht geringem InteresseLen verschiedenen Vorgängen zugcsehen hatte, nahm jetzt eben-falls von dem Geächteten Abschied, auch konnte er nicht um-hin, sein Erstaunen auszusprechen, daß er so viel bürgerlicheOrdnung unter Personen gefunden habe, die von dem gewöhn-lichen Schutze und Einfluß der Gesetze ausgeschlossen wären.