Drittes Kapitel.
— Wie geht'« der Blume unsrer KriegerDem Titus Lnrtius?
Marcius. Wie einem Mann»
Der Einige zum Tod' verurtheilt» zurVerbannung Andre, Ein'ge auf LösegeldFrei läßt, Ein'ge bedauert» Andern droht.
Coriolan.
Das Gesicht und Benehmen des gefangenen Abtes zeigteeine seltsame Mischung von beleidigtem Stolze, erzwungenemSpott und physischem Schrecken.
„Ei, ihr Herren," sagte er in einem Tone, in dem alledrei Bewegungen sich vereinten, »was ist das für eine Ord-nung unter euch? Seid ihr Türken oder Christen, die ihr ei-nen Mann der Kirche so behandelt? Wißt ihr, was das heißt,insnus imponere in servog llomini? Ihr habt meine Felleisengeplündert — meinen kostbaren Spitzenkragen zerrissen, dereinen Cardinal geziert hätte! Ein Anderer an meiner Stellewäre gleich mit seinem excommumcudo vos bei der Hand ge-wesen; doch ich bin milde, und wenn ihr meine Zelter wiedervorführen laßt, meine Brüder frei laßt, meine Felleisen heraus-gebt, in aller Eile hundert Kronen auszahlt, um zu Messenam Hochaltäre der Abtei zu Jorvaulx verwendet zu werden,und das Gelübde ablegt, bis nächste Pfingsten kein Wildpretzu essen, so mögt ihr vielleicht wenig mehr von dieser tollenPosse hören."
„Heiliger Vater," sagte das Oberhaupt der Geächteten, „es
3 *