will, folge mir!" rief er dann laut, benutzte den Schrecken,welchen Athclstane's Fall verbreitet hatte, drang über die Zug-brücke vor und zerstreute die Bogenschützen, die ihn anfhaltenwollten. Seine Saracenen und fünf bis sechs Bewaffnete,die ihre Pferde bestiegen hatten, folgten ihm. Der Rückzugwurde durch die Menge der auf ihn abgefchossencn Pfeileäußerst gefährlich; doch dies hinderte ihn nicht, rund um dasAußenmerk zu reiten, in dessen Besitz er de Bracy glaubte.
„De Bracy! De Bracy!" rief er, „bist Du da?"
„Ich bin hier," versetzte de Bracy, „aber ich bin gefangen."
„Kann ich Dich befreien?" rief Bois-Guilbert."
„Nein," versetzte de Bracy. „Ich habe mich auf Gnadeoder Ungnade ergeben. Ich bleibe meinem Worte treu. RetteDich — die Falken sind los — mache, daß die See zwischenDir und England liegt — mehr darf ich nicht sagen."
„Gut," antwortete der Templer, „wenn Du hier bleibenwillst, so erinnere Dich, daß ich mein Wort und meinen Hand-schuh ausgelöst habe. Mögen die Falken sei», wo sle wollen,so werden doch die Mauern des Präceptorinms zu Temple-stowc mir sichern Schutz gewähren, und dorthin will ich eilen."
Hierauf galoppirte er mit seinen Begleitern davon.
Nach der Entfernung des Templers fochten die noch imSchlosse Zurückgebliebenen mehr, um Pardon zn erhalten, alszu entkommen; dazu mar keine Aussicht. Das Feuer verbreitetesich mit großer Schnelligkeit durch alle Theile des Schlosses,La erschien Ulrica, die cs zuerst entzündet, auf einem Thurme,ganz in der Gestalt einer Fnrie, und ließ einen Schlachtgesangertönen, gleich denen der sächsischen Skalden auf den Gefildendes Todes. Ihr langes, graues Haar floß zerstreut im Windeauf ihrem Nacken, die Freude gesättigter Rache vermischte sichin ihren Augen mit dem Feuer des Wahnsinns, und in der