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nicht mehr schützen- Was meinst Du, Sir Brian, wäre esnicht besser aus der Noth eine Tugend zu machen, und uns durchAuslieferung der Gefangenen mit den Schurken zu vertragen?"
„Was?" rief der Templer, „die Gefangenen ausliefern?Schäme dich des Raths, de Bracy. Unbeschützte Reisende desNachts überfallen konnten wir wohl, aber kein Schloß vertei-digen? Nimmermehr! eher sollen mich die Trümmer desSchlosses begraben, als ich zu einem solchen Vertrage meineEinwilligung gebe."
„Auf die Mauern denn," rief de Bracy. „Niemand, we-der Türke noch Templer kann sein Leben geringer achten alsich; aber ich halte es doch nicht für entehrend, jetzt meineFreicompagnie herbeizuwünschen."
„Wünsche, was Du willst," versetzte der Templer, „aberlaß uns dabei Alles zur Vertheidigung thun, was wir mitden noch übrigen Truppen können. Es find vorzüglich Front-de-Boeuf's Gefährten von den Engländern gehaßt, wegen sovieler Thaten des Uebcrmuths und der Unterdrückung."
„Desto eher werden fie sich bis auf den letzten Bluts-tropfen wehren," sagte de Bracy; „ich werde mich heute zei-gen, wie es einem Manne von edler Abkunft ziemt."
„Auf die Mauern!" rief der Templer, und Beide stiegennun auf die Festungswerke, um Alles, was ihre Kunst ver-mochte, zur Gegenwehr zu thun.
Unterdeß befand sich der Herr des belagerten Schlossesauf seinem Lager im Zustande körperlicher Schmerzen undgeistiger Ohnmacht. Sein Geiz hinderte ihn, das gewöhnlicheAuskunftsmittel der Abergläubigen jener Zeit, Schenkungenan die Kirche oder ihre Diener zu versuchen. Daher befander sich in jener furchtbaren Gemüthsstimmung, wo der MenschHülfe sucht, und die dargebotene doch verschmäht, wo ihn