Sechzehntes Kapitel.
Geh' in die Kammer, sieh ihn an im Bett.
2» Frieden scheider nicht sein Geist von hinnen.Nicht wie die Lerche, die zum Himmel anfsteigt,Beim sanften Morgenwind und klaren Thau —Bon Thronen »nd von Seufzern guter Menschen -Beflügelt zu dem Himmel aufgehoben! —
Anders ist Anstlm'S Scheiden.
Altes Schauspiel.
Wahrend des Zwischenraums der Ruhe, welcher dem er-sten glücklichen Erfolge der Belagerer folgte, indem die einePartei sich rüstete, ihren Voriheil weiter zu verfolgen, unddie andere ihre Vcrtheidignngsmittel zu verstärken, hiel-ten der Templer und de Bracy eine kurze Berathung in derHalle des Schlosses
„Wo ist Front-de-Boeuf?" fragte der Letztere, der dasSchloß auf der andern Seite vertheidigt hatte, „man sagtja, er sei gefallen."
„Er lebt," entgegnete der Templer kalt, „wenigstens jetztnoch, aber hätte er auch wirklich den Kops eines Ochsen gehabt,wovon er den Namen führt, und wäre dieser mit zehnfachen Eisen-platten belegt gewesen, er hätte doch unter den Streichen jenerfurchtbaren Art erliegen müssen. Noch wenig Stunden, undFront-de-Boeuf befindet sich bei seinen Vätern — ein mächti-ges Glied abgelöst von Prinz Johann'S Unternehmen "
»Und ein trefflicher Zuwachs zu dem Reiche des Satan,"sagte de Bracy, „das kommt davon, daß man Engel und