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Ritter Jemandem von Deinem Volke erweisen darf, so ver-spreche ich's Dir mit dankerfülltem Herzen."
„Nun," versetzte Rebecca, „so bitte ich Dich von nun an zuglauben, daß ein Jude einem Christen wohl einen Dienst zu leistenvermag, ohne einen andern Lohn zu erwarten, als das Wohlge-fallen des großen Vaters, der beide, Jude und Nichtjude, erschuf."
„Es wäre Sünde, Mädchen, daran zu zweifeln," erwiederteJvanhoe, „und ich überlasse mich ganz Deiner Geschicklichkeitohne fernere Fragen und Zweifel. Und nun, mein freundlicherArzt, laß mich nach andern Nachrichten fragen. Was hört manvon dem edlen Sachsen Cedric und seinen Hausgenossen? Wasvon der liebenswürdigen Ladp" — Hier hielt er inne, gleichals wollte er nicht gern Rowena'ö Namen in dem Hause ei-nes Juden aussprechen: „Ich meine die," fuhr er fort, „welcheim Turniere zur Königin ernannt wurde."
„Und die Ihr zu dieser Würde erwähltet, Herr Ritter,mit so richtigem Urtheil, welches ebenso bewundert wurde,wie Eure Tapferkeit," versetzte Rebecca-
Der bedeutende Blutverlust hatte Jvanhoe doch nicht ver-hindert, ein wenig zu erröthen, da er fühlte, daß er unbe-dachter Weise sein Interesse an Rowena, gerade durch dieAnstrengung, es zu verhehlen, am deutlichsten verrathen hatte-„Ich wollte nicht sowohl von ihr sprechen," sagte er, „als vondem Prinzen Johann, auch möchte ich gern etwas wissen von mei-nem treuen Knappen, und warum ich ihn nicht bei mir sehe?"
„Laßt mich mein Ansehn als Arzt geltend machen," entgeg-nen Rebecca, „und Euch jetzt Schweigen und Ruhe gebieten;ich will Euch sagen, was Ihr zu wissen begehrt. Prinz Jo-hann ist vom Turniere aufgebrochen und in aller Eile nachJork gezogen, begleitet von den Edlen, Rittern und Geistli-chen seiner Partei, nachdem er von denen, die man für die