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„Also wir sollen dem Abte Helsen, statt Hülfe von ihm zuerwarten?" sagte Front-de-Boeuf. „Nun, was wünscht undhofft denn Dein Herr von uns?"
„Ach, die Belialskinder haben den guten Herrn ganz ausgezo-gen, alles Geräth abgenommenund noch zweihundert Mark feinenGoldes dazu; jetzt wollen sie noch eine ungeheure Summe vonihm, che sie ihn aus ihren unreinen Händen entlassen wollen.Also läßt Euch der ehrwürdige Vater in Gott bitten, Ihrmochtet entweder die Geldsumme für ihn bezahlen, oder ihnmit dem Schwerte in der Hand befreien."
„Ei was, denkt denn der Abt," sagte Front-de-Boeuf, „einnormännischer Baron soll einen Mann der Kirche auslosen, derenBeutel zehnmal schwerer find, als unsere, und was vermagjetzt unsere Tapferkeit, da wir von einer zehnmal größerenAnzahl jeden Augenblick einen Sturm zu erwarten haben."
„Das wollte ich eben melden," sagte der Mönch, „hättemich Eure Hastigkeit nur zum Worte kommen lassen — siebilden ein ordentliches Lager und erheben einen Wall gegendie Mauern dieses Schlosses."
„Auf die Mauern denn!" rief de Bracy, „wir müssen se-hen, was die Schurken beginnen." — Er öffnete eine Gitter-thür, die auf einen Balkon führte, und rief sogleich von drau-ßen herein in'S Zimmer: „Heiliger Dionys, der Mönch hatRecht! Sie bringen wirklich Schanzgeräth herbei, und dieBogenschützen stehen am Saume des Waldes, gleich den dunk-len Wolken bei einem Ungewitter."
Reginald Front-de-Boeuf schaute gleichfalls hinaus undstieß sogleich in sein Horn, worauf er allen seinen Leuten be-fahl, sich an ihre Posten auf die Mauern zu begeben.
Alles gerieth jetzt im Schlosse in die lebhafteste Thätigkcit,und die dringendsten Bitten des Mönchs blieben unbeachtet.