Front-de-Boeufkonnte diese Worte nicht recht verstehen, alleindie Handlung schien ihm verdächtig. „Bogenschützen!" rief er denWächtern auf dem äußersten Werke zu, „schießt doch dem Mönche ei-nen Pfeil durch seine Kutte! — Doch nein; er wird's nicht wagen,mich zu betrügen, kann ich mich doch an die sächsischen Hunde hal-ten, die ich noch in Banden habe- Gefangenwärter, laß Ccdric vonRotherwood und seinen Gefährten, Athelstane von ConingSburgh,erscheinen! Setzt mir auch einen Schoppen Wein in den Waf-fensaal, und führt dann die Gefangenen dorthin."
Seine Befehle wurden vollzogen, und als er in das altegothische Gemach trat, ausgeschmückt mit mancher Waffenbeute,die er seiner und seines Vaters Tapferkeit verdankte, fand ereine Flasche Wein auf dem alten eichenen Tische, und die zweisächsischen Gefangenen unter einer Bewachung von vier seinerLeute. Nach einem langen Zuge aus der Flasche wandte sichFront-de-Boeuf zu den Gefangenen. Die Art, wie Wamba dieKappe über's Gesicht zog, der Wechsel der Kleidung, das düsteregebrochene Licht, und des Barons gänzliche Undekanntschaft mitCedric's Gefichtszügen (denn dieser vermied seine normännischenNachbarn auf alle Weise, und kam selten über sein Eigenthumhinaus), hinderten ihn zu erkennen, daß der Bedeutendste sei-ner Gefangenen entkommen sei.
„Nun, tapfere Engländer," sagte Front-de-Boeuf, „wie gefälltEuch Eure Unterhaltung zu Torquilstone? Merkt Ihr, was EuchEure Grobheit und Anmaßung durch Verachtung der Unterhaltungund Gesellschaft eines Prinzen aus dem Hause Anjou zugezogenHat ? Habt Ihr vergessen, wie Ihr die unverdiente Gastfreundschaftdes königlichen Johann vergolten habt ? BeiGott und dem heiligenDionys, zahltJhrmir nicht die reichste Lösung, so laß ich Euch anden eisernen Stäben dieser Fenster bei den Beinen aufhängen,bis die Geier und Raben Euch zu Skeletten gemacht haben.