Rebecca entfernte sich. Ihre Bitten batten Urfried endlichbewogen, ibr zu erlauben, aus dem Lhurme zu gehen, undUrfried hatte indessen ihre Stelle da eingenommen, wo jeneso gern immer dienstleistend geblieben wäre, am Bette desverwundeten Jvanhoe. Mit verständiger Beachtung ihrer ge-fährlichen Lage, und bereit, jedes Rettungsmittel zu benutzen,das sich ihr darbieten würde, hatte Rebecca einige Hoffnungauf die Gegenwart eines Dieners der Religion gesetzt, der,wie sie von der Urfried erfuhr, in dieses gottlose Schloß ge-kommen war. Sie wartete nun auf die Rückkehr des Geist-lichen in der Absicht, ihn für die Gefangenen einzunehmen,allein mit welchem Erfolge, hat der Leser so eben erfahren.
Dreizehntes Kapitel.
Was kannst Du denn, Unglückliche, mir melden,
Als Thaten voller Schmerz und Schmach und Sünden?Bewiesen ist Dein Thun — Du kennst Dein Schicksal;Doch komm, erzähle mir nur die Geschichte.
« » »
Jch habe Qual und Schmerzen anderer Art,
Leiht meinem Weh nur ein geduldig Ohr,
Und sind' ich keinen Freund, der helfen kann,
Mög' ichmur einen finden, der mir znhörr.
Crabbe, die Gerichtshalle.
Als Urfried mit Geschrei und Drohungen Rebecca wiedernach dem Gemache zurückgetrieben, aus dem diese sich her-