Zwölftes Kapitel
Oft läßt sich auch das wild'ste Noß bezähmen,und selbst das trägste zeigt zuweilen Fener;
Oft pfleget auch der Mönch den Narr'n zu spielen,Dagegen spielt der Narr den Mönch.
Ballade.
Als der Narr in der Kleidunsi des Eremiten vor demSchloßthore Front-de-Boeuf's stand, fragte ihn der Wächternach seinem Namen und Begehr.
„?ax voliisoum!" antwortete der Narr, «ich bin ein Mönchdes Ordens vom heiligen Franciscus, und komme in der Ab-sicht, mein Amt bei den unglücklichen Gefangenen zu verwal-ten, welche in diesem Schlosse festgehalten werden."
„Du bist sehr kühn," versetzte der Pförtner, „Dich hierherzu wagen, wo außer unserm eigenen betrunkenen Beichtva-ter ein Hahn von Deinen Federn gewiß seit zwanzig Jahrennicht gekräht hat "
„Melde nur mein Geschäft dem Herrn des Schlosses," ver-setzte Wamba, „ich werde schon gute Aufnahme finden, und derHahn wird krähen, daß man ihn im ganzen Schlosse hören soll."