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14 (1851) Ivanhoe
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und ich darf wohl einst auf den Stab des Großmeisters An-spruch machen. Die armen Streiter des Tempels werdennicht allein ihren Fuß auf den Nacken von Königen setzen,nein, unser gewapneter Tritt schreitet selbst den Thron hin-an, unsere Eisenhand nimmt ihnen das Scepter aus der Faust.Das Reich Eures umsonst erwarteten Messias bietet Eurenzerstreuten Stämmen keine solche Macht dar, als worauf ichHinziele. Nur einen feurigen Geist habe ich gesucht, sie mitmir zu theilen, und den habe ich in Dir gefunden."

Sagst Du das zu Einer von meinem Volke?" erwiederteRebecca,bedenke doch"

Berufe Dich nicht auf den Unterschied unseres Glaubens.In unfern geheimen Versammlungen verlachen wir solcheAmmenmährchen. Denke nicht, daß wir lange blind geblie-ben sind für den thörichten Götzendienst unserer Stifter, wel-che jedes LebcnSglück verschworen, um den Genuß als Mär-tyrer durch Hunger, Durst, Pestilenz und das Schwert derWilden umzukommen, indeß sie sich vergebens bestrebten, eineöde Wüste zu vertheidigen, die nur in den Augen des blin-den Aberglaubens einigen Werth haben konnte. Unser Ordenfaßte bald kühnere und weitere Ansichten, und fand eine bes-sere Entschädigung für seine Opfer aus. Unsere unermeßli-chen Besitzungen in allen Reichen Europa's, unser hoher krie-gerischer Ruf, der die Blüthe der Ritterschaft aus jedem Landeder Christenheit in unfern Kreis führt, dies Alles ist End-zwecken gewidmet, von welchen sich unsere frommen Stiftergar nichts träumen ließen, und die auch den schwachen See-len, die dem Orden noch nach den alten Grundsätzen sich zu-wenden, und deren Aberglaube sie nur zu folgsamen Werk-zeugen macht, streng verborgen bleiben. Doch ich will Dirden Schleier unserer Geheimnisse nicht weiter erheben. Der