Druckschrift 
14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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Weib war es, das mich Grausamkeit lehrte, und an Weibernhabe ich sie geübt, aber nicht an solchen, wie Du bist. Höremich, Rebecca!" Nie ergriff ein Ritter seine Lanze mitmehr Liebe für seine Dame, als Brian de BoiS-Guilbert.Sie, die Tochter eines kleinen Barons, dessen ganzes Erbeauf einen verfallenen Thurm und einen unfruchtbaren Wein-berg, so wie auf wenig Morgen dürren Haidelandes in derGegend von Bordeaux beschränkt war, o ihr Name warbekannt, wo nur glänzende Waffenthatcn geschahen, weiterverbreitet als der einer Dame, welche eine Grafschaft zurMorgcngabe besaß. Ja," fuhr er fort, indem er auf derkleinen Plateform in einer Bewegung umherging, in der erRcbecca's Gegenwart ganz zu vergessen schienja, meineThatcn, meine Gefahr, mein Blut machten den Namen Adel-heid von Montcmare von dem Hofe Castiliens bis zu demvon Byzanz bekannt. Doch wie ward mir gelohnt? Alsich zurückkehrte mit dem theuer erkauften Ehrenzeichen, er-kauft mit Blut und Arbeit, fand ich sie vermählt ver-mählt an einen gasconischen Knappen, dessen Name nie ge-hört worden war, außer dem Umkreise seines eigenen er-bärmlichen Gutes! Treu liebte ich sie, und schwer habe ichmich gerächt wegen ihrer gebrochenen Treue. Mein meineRache ist auf mich selbst zurückgeprallt. Seit dem Lage habeich mich selbst vom Leben und seinen Banden losgesagtKein zärtliches Weib soll mich beglücken, kein häusliches Glückmir blühen! Mein Grab soll einsam und verlassen bleiben,und kein Sprößling den alten Namen Bois-Guilbert zu fer-nen Geschlechtern tragen. Zu den Füßen meiner Obern habeich das Recht der Selbstbestimmung, der Unabhängkeit nieder-gelegt. Der Templer, ein Sklav in jeder Beziehung, kann