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14 (1851) Ivanhoe
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vergeblich, und sie mußten daher in ein großes Gemach fol-gen, welches, auf rohen sächsischen Pfeilern sich erhebend, denRefektorien und Kapitelhäusern glich, die sich noch in den äl-testen Theilen unserer ältesten Klöster finden.

Die Lady Rowena wurde gleichfalls von ihrem Gefolge ge-trennt, und mit Artigkeit zwar, doch ohne nach ihrem Willen zu fra-gen, in ein entfernteSZimmer geführt. Gleiche beunruhigende Aus-zeichnung wurde auch Rebecca zu Theil, trotz ihres Vaters dringen-den Bitten, dersogar Geld bot, um fie bei fich behalten zu können.Ungläubiger Schuft," versetzte einer von der Wache,wenn DuDein Loch gesehen hättest, würdest Du Deiner Tochter nicht zumu-then, es zu theilen-" Und ohne alle weitere Erörterung wurde deralte Jude in einer entgegengesetzten Richtung von den andern Ge-fangenen fortgeschleppt. Die Dienerschaft kam, nachdem fie durch-sucht und entwaffnet worden, in noch einen andern Theil desSchlosses, und Rowena mußte sogar des Trostes entbehren,ihre treue Dienerin Elgitha bei sich zu haben.

Das Gemach, worein die sächsischen Oberhäupter gebrachtwurden, war ehedem die große Halle des Schloffesgewesen,jetztaber war sie eine Art von Wachstube. Der jetzige Besitzerhatte unter andern Verbesserungen und Verschönerungen, aucheine neue Halle im edlen Stple erbaut, deren Decke auf leich-tern und clegantcrn Pfeilern ruhte, und auf diejenige reichereArt verziert war, welche die Normänner damals bereits indie Baukunst eingesührt hatten.

Cedricschritt in dem Gemache hin und her, erfüllt von Unwillenund Zorn über das Vergangene und Gegenwärtige, indeß sein Ge-fährte durch scineApathie fich über Alles, außer die Unbequemlich-keit des gegenwärtigen Augenblicks, zu trösten wußte. Ja, er fühlteselbst diese so wenig, daß er von Zeit zu Zeit sogar auf Ce-dric's leidenschaftlich heftige Acußerungen entgegnete.