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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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Eltern und Vormünder Trotz bieten. Die Ansichten, welche siehegte, äußerte sie auch freimüthig, und Cedric, der sich von der ge-wohnten Achtung gegen ihre Meinungen durchaus nicht loS-machen konnte, sah gar kein Mittel mehr, sein Ansehen alsVormund geltend zu machen.

Umsonst suchte er sie durch die Aussicht auf einen eingebil-deten Thron zu reizen. Rowcna, welche sehr scharfsichtig war,betrachtete diesen Plan weder als ausführbar, noch, wäre erdies auch gewesen, in Hinsicht auf sie selbst wünschenswerth.Ohne ihre Neigung für Wilfrcd von Jvanhoe zu verhehlen,erklärte sie vielmehr, daß, wäre dieser ihr LieblingSrittcr ihrgänzlich entrückt, sie lieber ihre Zuflucht im Kloster suchen,als einen Thron mit Athclstane theilen würde, den, da sie ihnschon längst verachtet hatte, sie nun, da er ihr Unruhe undVerdruß zu erregen begann, höchlich verabscheute.

Dessenungeachtet beharrte Cedric, der keine hohe Meinungvon weiblicher Beständigkeit hegte, fortwährend dabei, Allesanzuwenden, um die beabsichtigte Verbindung zu Stande zubringen, weil er dadurch den Angelegenheiten der Sachsen ei-nen bedeutenden Dienst zu leisten vermeinte. Die plötzlicheund romantische Erscheinung seines Sohnes in den Schrankenvon Ashby hatte er daher als einen Todesstreich für seine Hoff-nungen betrachtet. Seine Vaterliebe hatte zwarauf einen Augen-blick den Sieg über seinen Stolz und Patriotismus davongetra-gen, allein beide waren verstärkt zurückgekehrt, und von ihnen ent-flammt war er nun geneigt, einen entscheidenden Versuch zur Ver-bindung Athelstane's und Rowena's zu machen, und damit alleandern Maßregeln in Bewegungzu setzen, welche ihm zur Wieder-herstellung der sächsischen Unabhängigkeit erforderlich schienen.

Athclstane war freilich eitel genug und hörte gern von seinerhohen Abkunst reden, so wie von seinem Rechte auf die Ober-