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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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Vierzehntes Kapitel.

Wenn ehemals, in rohe Pracht gekleidet,Die alte Ritterschaft entfalteteDen Pomp der kriegerischen Waffenspiele,Versammelten sich beim TrompetenrufDes Landes Edle und geschmückte DamenIn einer hohe» Burg gewölbter Halle.

Prinz Johann hielt sein festliches Mahl in dem Schlossezu Ashby. Dies war aber nicht das stattliche Gebäude, dessenRuinen noch jetzt den Wanderer anziehen, und welches inspäterer Zeit erbaut ward von dem Lord Hastings, Großkam-merherrn von England, einem der ersten Schlachtopfer der Ty-rannei Richards III., und jetzt als ein shakspearescher Charak-ter bekannter als durch seinen historischen Ruf. Das Schloßund die Stadt Ashby gehörten damals Roger de Quincy, Gra-fen von Winchester, der während der Zeit unserer Geschichteim heiligen Lande abwesend war. Prinz Johann hatte sichunterdessen seines Schlosses bemächtigt und unbedenklich überseine Besitzungen verfügt; und da er die Augen der Welt durchGastfreundschaft und Pracht blenden wollte, hatte er Befehl ge-geben, das Bankett so glänzend und reich als möglich cinzurichten.

Die Zahl der Gäste war außerordentlich groß, und da derPrinzjetztnach der Volksgunst streben mußte, so wurden auch eini-ge wenige vornehme sächsische und dänische Familien eingelade».Denn obgleich bei gewöhnlichen Gelegenheiten verachtet und hint-angesetzt, mußte sich doch die große Anzahl der angelsächsischen Fa-milien bei den bürgerlichen Unruhen, die man vorhersehen konnte,