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„Es ist nicht schön von Euch, stolzer Prinz,« daß Ihr michzwingt, meine Kunst gegen die besten Schützen von Leicesterund Staffordshire zu zeigen, unter der Strafe, entehrt zuwerden, wenn sie mich übertreffen. Indessen will ich gehorchen.«
„Gebt genau auf ihn Acht, Bewaffnete," sagte Prinz Jo-hann, „sein Muth ist gesunken; ich fürchte, er sucht der Probezu entschlüpfen. Und ihr, brave Leute, schießt muthig nach derReihe! Ist der Preis gewonnen, so erwarten euch Fleisch undWein zur Erquickung dort im Zelte.«
Es wurde nun an's obere Ende der südlichen Allee, welchezu den Schranken führte, ein Ziel aufgestellt. Die Bogen-schützen nahmen ihren Stand nach der Reihe in der Tiefe dessüdlichen Zugangs ein, und diese Entfernung zwischen derStellung und dem Ziele gewährte eine hinreichende Entfer-nung für das, was man einen Schuß auf's Ungewisse zu nen-nen pflegte. Es wurde das Loos gezogen, um die Ordnungder Schüsse zu bestimmen, und Jeder hatte deren drei nach ein-ander. Ein Profoß der Spiele ordnete das Ganze, denn dieMarschälle des Feldes würden sich dadurch entehrt gefundenhaben, wenn sie die Spiele der Landleute hätten leiten sollen.
Einer nach dem Andern trat nun vor und schoß. Vonvierundzwanzig Schüssen trafen zehn das Ziel, und die andernkamen demselben so nahe, daß man, in Hinsicht der beträcht-lichen Entfernung, wohl sagen konnte, cs sei brav geschossenworden. Von den zehn Pfeilen, die das Ziel trafen, schoß Hu-bert, ein Förster in Malvoisln's Diensten, zwei innerhalb desinnern Ringes, und er wurde daher als Sieger ausgerufen.
„Nun, Löcksley," sagte der Prinz mit bitterm Lächeln zudem kühnen Landmanne, „willst Du's nun noch mit Hubertaufnehmcn, oder willst Du Bogen und Jagdtasche und Köcherdem Profoß überliefern?«