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14 (1851) Ivanhoe
Entstehung
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Was auch aus ihm werden mag/' sagte Prinz Johann,er ist der Sieger des Tages, und wäre er zehnmal unserFeind oder der entschiedene Freund unseres Bruders, welchesvielleicht das Nämliche ist, so muffen seine Wunden doch unter-sucht werde»; unser eigener Wundarzt soll ihn besorgen!"

Ein bitteres Lächeln schwebte bei diesen Worten um desPrinzen Mund. Waldemar Fiyurse erwiederte eiligst, Jvanhoesei bereits ans den Schranken gebracht worden und befinde sichin der Pflege seiner Freunde.

Ich war doch ein wenig erschüttert," sagte er,den Kummerder Königin der Schönheit und Ehre zu sehen, deren Herr-schaft an diesem Tage durch den Vorfall in Trauer verwan-delt worden ist. Ich bin nicht der Mann, den eines WeibesKlage um ihren Liebhaber rührt; allein diese Lady Rowenaunterdrückte ihren Kummer mit so viel Würde, daß man ihnbloß aus ihren gefalteten Händen und ihrem thränenlosenAuge abnehmen konnte, welches zitterte, als es auf der leb-losen Gestalt vor ihr haftete."

Wer ist denn diese Lady Rowena," sagte Prinz Johann,von der wir so viel gehört haben?"

Eine sächsische Erbin ansehnlicher Besitzungen," erwiedertePrior Aymer,eine Rose an Liebenswürdigkeit, ein Juwel anReichthum, die schönste unter Tausenden, ein Myrrhenbüschel,eine Kampfertraube."

Wir wollen ihren Kummer lindern," sagte Prinz Johann,und ihr Blut durch die Verhcirathung an einen Normannverbessern. Sie scheint noch unmündig, und ist daher in An-sehung der Verehelichung zu unserer königlichen Verfügung.Was meinst Du, de Bracy? Wie wär's, wenn Du schöneLändereien und Einkünfte durch Heirath einer Sächsin, nachSitte der Anhänger des Eroberers, gewinnen könntest?"