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an, Schurke, wenn Du es wagst! Du sollst die Kraft voneinem Müllerdaumen fühlen!"
„Wenn Du ein Müller bist," antwortete Gurth unerschro-cken, indem er seine Waffe mit derselben Geschicklichkeit umseinen Kopf kreisen ließ, „dann bist Du ja ein doppelter Dieb,und als ein ehrlicher Mann biete ich Dir Trotz."
„So rückten die beiden Gegner auf einander an, und ent-wickelten einige Minuten lang gleiche Stärke, gleichen Muth,und gleiche Geschicklichkeit, indem jeder den Schlag seines Geg-ners mit der größten Gewandheit auffing und wiedergab.Aus dem unaufhörlichen Zusammenschlagen ihrer Waffen hätteJedermann in der Ferne vcrmnthen sollen, daß wenigstenssechs Personen auf jeder Seite im Gefecht wären. Sind auchsolche Stockkämpfe längst aus der Mode, so wollen wir dochden dieser beiden Streiter hier zu schildern versuchen.
Lange fochten sle mit gleichem Glücke, bis der Müller dieFassung zu verlieren begann, da er sah, daß er einen so kräf-tigen Gegner habe, und das Gelächter seiner Gefährten ver-nahm, die sich, wie gewöhnlich bei solchen Gelegenheiten, sei-ner Bedrängniß freuten. Dieser Gcmüthszustand war aberdem edlen Stockgefechte nicht günstig, denn es erforderte diesdie größte Kaltblütigkeit. Gurth's natürlich ruhiges, wenngleich unfreundliches Wesen erhielt daher bald entschiedenesUebergewicht, wobei er zugleich eine außerordentliche Meister-schaft im Kampfe zeigte.
Müller drang nun wüthend auf ihn ein, und versuchte bisin die Nähe des halben Stockes zu kommen; allein Gurthdeckte sich durch das Schwingen seiner Waffe und Vorhaltender Hände auf das Geschickteste, so daß jener ihm durchausnichts «»haben konnte. Endlich bemerkte Gurth, daß sein Geg-ner den Wind verlor; sogleich schwang er den Stock mit der