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Rebecca, „er verdankt Deinem Herrn viel mehr, als dieseWaffen nnd das Roß wcrth sind. Welche Summe hast Dujetzt meinem Vater gezahlt?"
„Achtzig Zechinen," antwortete Gurth, erstaunt über dieseFrage.
„In diesem Beutel wirst Du hundert finden," sagte Rebecca.„Gib Deinem Herrn zurück, was sein ist, und behalte dasUebrige für Dich. Schnell fort! Keinen Dank! und nimm Dichin Acht, daß Du glücklich durch die angefüllte Stadt kommst,wo Du leicht den Beutel und Dein Leben verlieren könntest.— Rüben," setzte sie hinzu, indem sie in die Hände schlug,„leuchte dem Fremden nnd dann vergiß nicht, Schloß und Rie-gel hinter ihm znzumachen."
Rüben, ein schwarzäugiger und schwarzbärtiger Israelit, be-folgte den Befehl, mit einer Fackel in der Hand. Er öffnete dieHausthüre, führte Gnrth über einen gepflasterten Hofraum, undleitete ihn durch ein kleines Pförtchen im Thorwege, welcheser dann wieder hinter sich mit solchen Riegeln nnd Ketten ver-schloß, daß man hätte glauben sollen, es sei ein Gefängniß.
„Beim heiligen Dnnstan!" sagte Gurth, als er in der dunk-len Allee vor dem Hause fortstolperte, „das ist keine Jüdin,nein, ein Engel vom Himmel! Zehn Zechinen von meinembraven jungen Herrn, und zwanzig von dieser Perle Zions!O glücklicher Tag! Noch ein solcher, Gnrth, und du kannstdich frei machen von der Leibeigenschaft so gut wie ein Anderer.Dann aber lege ich auch gleich das Horn und den Stab desSchweinehirten nieder, nehme Schwert nnd Schild, wie einfreier Mann, nnd folge meinem jungen Herrn bis in den Tod,ohne meinen Namen oder mein Gesicht zu verbergen!"