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sie denn auch in den Beutel fallen, gleichsam wie in einer Artvon Geistesabwesenheit und sagte dabei: »Achtzig voll! Ichdenke, Dein Herr wird Dich schon ansehnlich belohnen! Ge-wiß," setzte er mit einem forschenden Blick auf den Beutelhinzu, „hast Du noch mehr Geld in diesem Beutel."
Mit grinsendem Lächeln erwiedcrte Gurth: „Fast eben soviel, als Du jetzt so sorgfältig gezählt hast." — Dann legteer die Quittung zusammen, steckte sie unter seine Mühe, schenktesich ungebeten noch einen dritten Becher Wein ein und verließohne Complimente das Zimmer-
„Rebecca," sagte der Jude, „dieser Jsmaelite hat mir esdoch znvorgethan! Jndeß, sein Herr ist doch ein guter Junge,und es ist mir lieb, daß er hat gewonnen Seckel voll Goldund Silber durch die Schnelligkeit seines Rosses und durchdie Stärke seiner Lanze, die, gleich der Goliath's des Philisters,mit einem Weberbaume wetteifern könnte."
Als er sich nmwandte, Rebccca's Antwort zu vernehmen,bemerkte er, daß sie untcrdeß das Zimmer verlassen hatte.
Inzwischen war Gurth die Treppe hinabgestiegen, und alser die dunkle Vorhalle erreicht hatte, tappte er umher, denEingang zn suchen, da erblickte er beim Scheine einer silber-nen Lampe, die sie in der Hand trug, eine weiße Gestalt, dieihn nach einem Seitengcmache winkte- Gurth trug Bedenken,der Einladung zu folgen. Ungestüm und rauh, wie ein wilderEber, wenn er nur menschliche Kräfte zu fürchten hatte, warer doch, wie alle Sachsen, voll Furcht vor Gespenstern; über-dies fiel ihm ein, daß er im Hause eines Juden sei, und diesewurden zu jener Zeit für Schwarzkünstler und Zauberer ge-halten. Indessen besann er sich doch nur einige Augenblickeund folgte der Gestalt wirklich in das Gemach.
„Mein Vater scherzte nur mit Dir, guter Mann," sagte