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„Genug," crwiederte der enterbte Ritter, „Du kennst jamein Versprechen."
„Nun, daran liegt mir nichts," sagte Gurth, „ich werdeaus Furcht, daß mir das Fell gegerbt werden könnte, meineFreunde wahrlich nicht verlassen. Ich habe eine ziemlich dickeHaut, die verträgt die Peitsche so gut, wie die eines Ebersin meiner Heerde."
„Ich stehe Dir für jede Gefahr, der Du Dich mir zu Liebeaussctzest," crwiederte der enterbte Ritter, „doch nimm einst-weilen diese zehn Goldstücke."
„Nun bin ich reicher," sagte Gurth, sle in die Tasche steckend,„als je ein Schweinehirt oder Leibeigener."
„Trage diesen Beutel mit Geld nun nach Ashby," fuhr seinHerr fort, „suche Jsaac, den Juden von Jork, auf, und laßihn sich selbst bezahlt machen für das Roß und die Rüstung,die er mir geliehen."
„Nein, bei'm heiligen Dunstan," versetzte Gurth, „das thueich nimmermehr."
„Was, Kerl," sagte sein Herr, „Du willst meinen Befehlennicht gehorchen?"
„Ja, aber sle müssen vernünftig und christlich sein," ent-gegnete Gurth, „aber dieser ist es nicht! Dulden, daß ein Judesich selbst bezahlt mache, wäre nicht redlich, denn das hießemeinen Herrn berauben, es wäre unvernünftig, und nur einNarr oder Nichtchrist könnte so handeln, denn cs hieße ja ei-nen Gläubigen plündern, um einen Ungläubigen zu bereichern."
„Nun, so befriedige ihn nur, Dn Bärenhäuter!" sagte derenterbte Ritter.
„Gut," sagte Gurth, den Beutel unter den Arm nehmend unddas Zelt verlassend. „Ich will gehen," murmelte er für sich; „ichwerde ihn schon mit einem Viertel seiner Forderung befriedigen."