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14 (1851) Ivanhoe
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schwereres Unheil zu fürchten. Um das Elend zu vermehren, ver-breitete sich eine ansteckende Krankheit durch das Land und nahmviele hinweg, deren Schicksal die Ueberlcbende» versucht waren zubeneiden, weil sie von den zu erwartenden Uebeln befreit wurden.

Doch bei diesem vielfachen Ungemach nahmen die Armen sowie die Reichen, die Gemeinen so wie die Adeligen an demErcigniß eines Turniers, welches das große Schauspiel jenes Zeit-alters war, eben so vielAntheil als der halbverhungerte Bürgervon Madrid, der keine» Real übrig hat, um Lebensmittel fürseine Familie zu kaufen, an dem Ausgange eines Stiergefechtesnimmt. Weder Pflicht noch Schwachheit konnte Jugend oder Altervon solchen Vorstellungen abhalten. Das Turnier, welches zuAshby in der Grafschaft Leicester stattfinden sollte, hatte die all-gemeine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn Kämpfer vonder größten Berühmtheit sollten in Gegenwart des PrinzenJohann fechten, welcher selber dazu erwartet wurde, undeine ungeheure Menschenmenge aus allen Classen eilte an dembestimmten Morgen zu dem Kampfplatze hin.

Die Scene war höchst romantisch. Am Rande eines Waldes,der etwa eine Meile von der StadtAshby entfernt war, befand sicheine Fläche, die mit dem schönsten grünen Rasen bedeckt, aufder einen Seite von dem Walde umgeben und auf der andernvon einzelnen Eichen eingefaßt war, wovon einige eine unge-heure Größe erreicht hatten. Der Boden, als wäre er eigenszu diesem kriegerischen Schauspiel so eingerichtet worden, senktesich allmälig von allen Seiten zu einem horizontalen Grundeherab, der mit den Schranken umgeben war, und einen Raumeinschloß, der eine Viertelmeile lang und etwa halb so breitwar. Die Form dieses cingeschlossenen Raumes war ein läng-liches Viereck, nur daß die Ecken beträchtlich abgerundet wa-ren, um den Zuschauern größere Bequemlichkeit zu gewähren.