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wird sic gescheuert und gereinigt werden müssen, ehe sie wie-der für einen Christen taugt!"
„Und wo schläft der Schweinhirtc Gurth?" fragte derFremde weiter.
„Gurth," versetzte der Diener, „schläft zu Eurer Rechten,so wie der Jude zu Eurer Linken; Ihr dient dazu, ihn vorder Verunreinigung von diesem Kinde der Beschncidnng zuschützen. Ihr würdet ein ehrenvolleres Quartier erhaltenhaben, hättet Ihr Oswalds Einladung angenommen."
„Es ist schon gut so," sagte der Pilger; „die Nähe selbsteines Juden kann ihre Ansteckung doch schwerlich durch eineeichene Scheidewand erstrecken."
Hierauf trat er in das für ihn bestimmte Gemach, nahmdem Diener die Fackel ab, dankte ihm und wünschte ihm guteNacht. Nachdem er die Thür seiner Zelle verriegelt hatte,stellte er die Fackel auf den hölzernen Leuchter und sah sich inseinem Schlafgemache um, dessen Einrichtung von der allerein-fachsten Art war. Es enthielt einen rohen hölzernen Stuhlund ein noch roheres Bcttgestcll, mit reinem Stroh gefüllt undmit zwei oder drei Schaaffcllen statt der Bettdecke versehen.
Nachdem der Pilger seine Fackel ausgclöscht hatte, warf ersich, ohne eins seiner Kleidungsstücke abzulegen, ans sein rohesLager und schlief, oder blieb wenigstens in liegender Stellung,bis der erste Sonnenstrahl den Weg durch das kleine vergit-terte Fenster fand, welches der Luft ebenso wohl wie dem Lichtzum Eingang diente. Dann sprang er auf, und nachdem ersein Morgengebet verrichtet und seine Kleidung in Ordnunggebracht hatte, verließ er sein Gemach und trat in das desInden Jsaac, indem er die Klinke so leise als möglich erhob.
Der Bewohner desselben lag in unruhigem Schlummer aufeinem Lager, dem ähnlich, auf welchem der Pilger die Nacht