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14 (1851) Ivanhoe
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unseres Klosters niederlegen bis zur Entscheidung dieser krie-gerischen Forderung."

Hierauf bekreuzte er sich wiederholt und nach vielen Kniebeu-gungen und gemurmelten Gebeten, übergab er die Reliquie demBruder Ambrosius, seinem dienenden Mönche, während er sel-ber die goldene Kette mit weniger Ceremonie, aber vielleicht mitnicht geringerer innerer Zufriedenheit, aufnahm und in eine mitparfümirtem Leder gefütterte Tasche steckte, die sich unter sei-nem Arm öffnete.Und nun, Sir Cedric," sagte er,meineOhren lauten die Vesper vermöge der Stärke Eures guten Wei-nes erlaubt uns noch einen Becher ans das Wohlsein derLady Rowena zu leeren, und gestattet uns, zur Ruhe zu gehen."

Bei dem Kreuze von Bromholmc," sagte der Sachse,Ihrthnt Eurem Rufe wenig Ehre, Herr Prior! Das Gerüchtsagt, Ihr seid ein munterer Mönch, der die Mette läuten hört,ehe er die Flasche verläßt; und ich, alt, wie ich bin, fürchtetemich, gegen Euch mit Schande bestehen zu müssen. Aber,meiner Treu, ein Sachsenknabe von zwölf Jahren zu meinerZeit würde nicht sobald seinen Becher verlassen haben."

DerPrior hatte indeß seine eigenen Gründe, bei dem Principder Mäßigkeit zu bleiben, welches er sich vorgcnommen hatte. Erwar nicht nur ei» Friedenstifter von Profession, sondern haßte auchalle Fehden und Zänkereien. Dies geschah nicht ganz aus Liebe zuseinem Nächsten oderzu sich selber, sondern aus cinerMischnng vonbeiden. Bei gegenwärtigerG elegenh eit hegte er eine instinktmäßigeFurcht vor dem heftigenCharakter desSachsen, und sah dieGefahrvoraus,daß der anmaßende und rückstchtsloseGeist, wovon seinGe-fährte schon so manche Proben gegeben, endlich eine unangenehmeEpplosion hervorbringen möge. Er gab daher bescheiden zu, daßkein anderes Volk sich mit den abgehärteten Sachsen in den edlenBecherkampf einlassen könne,erwähnte auch etwas,aber nur andeu-