Wohlstandes der angelsächsischen Grundbesitzer bestand in zahl-reichen Schwcinheerden, besonders in Waldgegenden, wo dieseThiere leicht Nahrung fanden.
Außer diesen Gegenständen der Besvrgniß war der angel-sächsische Than ungeduldig wegen der Abwesenheit seines Lieb-lingsnarrcn Wamba, dessen Scherze, von welcher Art sie nunauch waren, gleichsam dazu dienten, seine Abendmahlzeit unddie tiefen Züge Bier und Wein, womit er dieselbe zu beglei-ten pflegte, zu würzen. Hiezu kam noch, daß Cedric seit Mit-tag gefastet hatte und die gewohnte Stunde zu seinem Abend-essen längst vorbei war — eine gewöhnliche Veranlassung zumAerger für Landedelleutc, sowohl in alten als neuen Zeiten-Er drückte seine Unzufriedenheit in abgebrochenen Sätzen aus,die er zum Theil vor sich hinmurmclte, zum Thcil an dieDiener richtete, die um ihn her standen, und besonders anseinen Mundschenk, der ihm von Zeit zu Zeit als Bcsäufti-gungsmittel einen silbernen Becher mit Wein reichte.
„Wo bleibt die Lady Nowena?" fragte er endlich.
„Sie verändert nur ihren Kopfputz," versetzte eine Dienerinso zuversichtlich, wie die Zofe einer begünstigten Dame gewöhn-lich dem Herr» einer heutigen Familie antwortet; „Ihr wür-det doch nicht wollen, daß sie sich in Kapuze und Mantel zurAbendmahlzeit niedcrsetze? Und keine Dame in der Grafschaftkann schneller bei ihrem Anzuge sein als meine Gebieterin."
Dieses unwiderlegliche Argument brachte eine Art von bei-stimmendcm Hm! von Seiten des Sachsen hervor, mit dem Zu-satz : „Ich wünschte ihre Andacht möchte zu ihrem nächsten Besuchin der St. Johanniskirchc besseres Wetter wählen — aber was,in zehn Teufels Namen," fuhr er fort, indem er sich an den Mund-schenk wandte und seine Stimme erhob, als sei er froh einen Ka-nal gefunden zu haben, in den er seinen Unwillen ohne Furcht