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— gebt Blondel einen Sessel — wo ist sein Harfenträger?
— oder,, halt — leihet ihm meine Harfe — die seinige hatvielleicht durch die Reise gelitten."
»Ich wollte, Eure Majestät ließe mich Bericht abstatten,"sagte Thomas de Vaux. „Ich komme weit geritten, und ichhabe größere Lust, mich auf's Ohr zu legen, als mir es kitzelnzu lassen."
„Dein Ohr kitzeln!" sagte der König, „das müßte mit ei-ner Schnepfenfeder geschehen und nicht mit süßen Tönen.Höre, Thomas, kann dein Ohr Blondels Gesang vom Ge-schrei eines Esels unterscheiden?"
„Wahrhaftig, inein Fürst," versetzte Thomas, „ich kann esnicht wohl sagen; aber, Blondel bei Seite gesetzt, der eingeborner Edelmann ist, und ohne Widerrede große Verdienstehat, — ich kann nie, um auf Eurer Majestät Frage zu ant-worten, einen Minstrel ansehen, ohne an einen Esel zu denken."
»Und sollte deine Höflichkeit dich nicht genöthigt haben,"sagte Richard, „mich auszunehmen, der ich ein geborner Edel-mann bin so gut wie Blondel und gleich ihm ein Zunftgenoffeder foz'euss 8cience?"
„Eure Majestät sollte erwägen," sagte de Vaur lächelnd,„daß es unnütz ist, von einem Maulesel Höflichkeit zu fordern."
„Sehr wahr gesprochen," sagte der König, „und am wenigstenvon einem so unfreundlichen wie du. — Doch komm her, MeisterMaulesel, und laß dich abladen, damit du dich auf deine Streulegen kannst, ohne daß Ton oder Lied an dir verschwendet werde.
— Unterdessen gehe du, guter Bruder Salisbury, zum Zelte un-serer Gemahlin, und sage ihr, daß Blondel angekommen ist, be-frachtet mit einem Sack voll der.neuesten Minstrelgesänge. Bittesie, sogleich hierher zu kommen, und sei ihr Begleiter, und stehzu, daß unsere Base Edith Plantagenet nicht zurückbleibt."