133
seinem natürlichen Bruder, Wilhelm mit dem langen Schwert,Grafen von Salisbury, dem Sprössling der Liebe Heinrichs II.und der berühmten Rosamunde von Woodstock.
Wegen einiger Aeußerungen, welche der König am vor-hergehenden Tag an Neville gethan hatte, stund der Nubierin bangem Zweifel, ob seine Verkleidung nicht entdeckt sei,um so mehr, da der König zu bemerken schien, aus welchemGrunde die Beihülfe des Hundes zur Entdeckung dessen, derdas Banner gestohlen, angewandt werde, obwohl der Umstand,daß ein Hund bei Gelegenheit jenes Diebstahls verwundetworden sei, kaum in Richards Gegenwart erwähnt wordenwar. Da jedoch der König fortfuhr, ihn seinem angenomme-nen Aeußeren gemäß zu behandeln; so blieb der Nubier un-gewiß, ob er durchschaut sei oder nicht, und entschlossen, seineVerkleidung nicht freiwillig abzuwerfen.
Die Schaaren der verschiedenen Fürsten des Kreuzzugs zo-gen indessen unter ihren königlichen und fürstlichen Anführernin Ordnung und in langem Zuge rund um den Fuß des Hü-gels, und so oft eine andere Landsmannschaft heranrückte,stieg der Anführer derselben einen oder zwei Schritte denHügel hinauf, und grüßte Richard und das englische Banner„zum Zeichen von Achtung und Brüderschaft," wie das Pro-tokoll dieser Feierlichkeit vorsichtig bemerkte, „nicht von Unter-thänigkeit und Lehenspflicht." Die geistlichen Herren, die injenen Tagen vor keinem geschaffenen Wesen den Hut abnah-men, gaben dem König und dem Zeichen seiner Macht ihrenSegen statt anderer Huldigung.
So zogen die langen Reihen heran, und wiewohl sie durchso manche Ursache gelichtet worden waren, so schienen sie dochnoch immer ein eisernes Heer, dem die Eroberung von Palästinaetwas Leichtes sein müsse- Die Krieger, von dem Gedanken der