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ihr der scharfsichtigsten Beobachtung entschlüpfet. — Ich ver-spreche dir," sagte der Saracen, „daß weder dein Waffen-bruder noch dein leiblicher Bruder dich entdecken soll, wenndu meinem Rathe folgst. Du hast gesehen, daß ich schwieri-gere Dinge vollbracht habe — wer den Sterbenden aus-derdunklen Nacht des Todes zurückrufen kann, der kann leichteinen Nebel auf die Augen der Lebendigen werfen. Abermerk' es dir wohl — ich leiste dir diesen Dienst nur unterder Bedingung, daß du einen Brief von Saladin an die Nichtedes Melech Ric überbringst, deren Name unserer morgenlän-dischen Zunge und Lippe so schwer auszusprcchen ist, als ihreSchönheit in hohem Maße unsere Augen ergötzt."
Sir Kennet- bedachte sich, ehe er antwortete, und derSaracen, der sein Zaudern bemerkte, fragte ihn, ob er fürchte,diese Botschaft zu übernehmen.
„Nein, und wäre Todesgefahr dabei," sagte Sir Kenneth;„aber ich überlege nur, ob cs mit meiner Ehre bestehen kann,den Brief des Sultans zu überbringcn, und mit der Ehrevon Lady Edith, einen Brief von einem heidnischen Fürstenzu empfangen."
„Bei dem Haupt des Propheten und bei der Ehre einesKriegers — bei dem Grabe von Mecca und bei der Seelemeines Vaters," sagte der Emir, „schwöre ich dir, daß derBrief mit aller Rücksicht und Achtung geschrieben ist. Eherwürde das Lied der Nachtigall ihre geliebte Rosenlaube ver-giften, als daß die Worte des Sultans das Ohr der liebli-chen Verwandtin von England beleidigten."
„Dann," sagte der Ritter, „will ich den Brief des Sul-tans getreulich überbringen, als wäre ich sein geborner Vasall;— wohlverstanden jedoch, daß außer diesem einzelnen Dienst,den ich mit Treue verrichten will, Rath und Vermittelung in
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