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13 (1851) Der Talisman
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war, die Friedenspunkte nach ihrem Gutdünken feststcllen könne.Weit entfernt, den Verweis des Königs, den ihr Leichtsinn wohlverdient hatte, anzuhören, verringerte und vcrtheidigte sie ihreSchuld als einen harmlosen Scherz. Sie stellte auf die artigsteWeise in Abrede, den Zwerg abgesandt zu haben, um den Rit-ter weiter zu verlocken, als zum Rand des Hügels, wo er Wachehielt und dies war insofern wahr, als sie nicht besohlenhatte, den Sir Kcnneth in ihr Zelt zu führen und war dieKönigin bereit zu ihrer Vertheidigung, so war sie es noch vielmehr, als sie Richard der Ungefälligkeit beschuldigte, weil erihr ein so kleines Geschenk, wie das Leben eines armen Rit-ters, der durch einen unbedachten Scherz von ihr in Todes-gefahr gebracht worden sei, abgeschlagen habe. Sie weinte undschluchzte, während sie ihrem Gemahl seine Hartherzigkeit vor-warf, eine Hartherzigkeit, wodurch sie für ihr ganzes Lebenunglücklich hätte werden können, so oft ihr eingefallen wäre,daß sie, obwohl unabsichtlich, die Veranlassung des blutigenTrauerspiels gewesen sei. Die Erscheinung des geschlachtetenOpfers würde ihre Träume beunruhigt haben ja, waswüßte sie, da solche Dinge sich oft ereignet hätten, ob nichtsein Geist vor ihrem Bette sich würde gezeigt haben währenddes Wachens. Und allen diesen Seelenlciden sei sie ausgesetztgewesen durch die Grausamkeit desjenigen, der, während erversprochen habe, dem geringsten Wink ihrer Augen zu gehor-chen, nicht einmal seiner Rache hätte entsagen wollen, wo-durch sie so elend hätte gemacht werden können.

Dieser Erguß weiblicher Beredtsamkeit war mit den gewöhn-lichen Beweisgründen von Thränen und Seufzern begleitet, undmit einem Ausdruck und Bewegungen vorgctragen, die zu be-weisen schienen, daß der Schmerz der Königin weder in ihremStolze noch in ihrem Eigensinn seinen Grund habe, sondern in

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