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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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goldnen Reif auf seinem Haupte zu tragen, beeilte er sich mitdem Erzbischöfe von Tyrus, die Versammlung zu erreichen, dienur noch aufseine Ankunft wartete, um die Sitzung zu beginnen.

Der Versammlungsort war ein großes Zelt; vor demselbenentfaltete sich das große Banner des Kreuzes und ein zweitesBanner, auf welchem sich das Bild eines knicendcn Weibes mitaufgelöstem Haar und unordentlicher Bekleidung befand, diebetrübte und unterdrückte Kirche von Jerusalem vorstellend mitder Aufschrift: Eictae sponsue ne oblivisenris. Vorsichtig aus-gewählte Wächter hielten Jedermann von der Nähe des Zelteszurück, damit nicht die Verhandlungen, die zuweilen laut undstürmisch waren, zu dem Ohre der Uneingeweihten drängen.

In diesem Zelte erwarteten die versammelten Fürsten desKreuzzuges die Ankunft Richards; und der kurze Verzug, derso cingetreten war, wurde von seinen Feinden zu seinem Nach-theil ausgelegt; verschiedene Beispiele seines Stolzes und seinesungeziemenden StrebenS nach Vorrang waren im Umlauf, undselbst sein gegenwärtiges, nothwendiges Ausbleiben wurde alsein solches Beispiel angeführt. Man bestrebte sich, sich in derüblen Meinung gegen den König von England wechselseitig zubestärken; man rechtfertigte das Aergerniß, das der eine undder andere genommen, indem er auf die geringfügigsten Dingedas größte Gewicht gelegt hatte; und dies Alles geschah viel-leicht darum, weil man sich einer unwillkührlichen Achtunggegen den heldenmüthigen Monarchen bewußt war, den zu über-treffen mehr als gewöhnliche Anstrengungen erforderlich waren.

Sie hatten demnach verabredet, ihn bei seinem Eintrittmit geringer Beachtung zu empfangen, und ihm keine weitereEhrerbietung zu erzeigen, als die, welche nach dem alten Brauchstreng nothwendig war. Aber als sie die edle Gestalt erblickten,das fürstliche Gesicht, das von der letzten Krankheit ein wenig