unter der Zusicherung, daß er zuvor seinen Bruder von Eng-land in Sicherheit sehen wolle, seine Absicht zu erkennen gab,nach Europa zurückzukehren. Sein mächtiger Vasall, der Grafvon Champagne, hatte den nämlichen Entschluß gefaßt, undcs konnte nicht befremden, daß Leopold von Oestreich, so sehrbeleidigt von König Richard, mit Freude eine Gelegenheitergriff, eine Sache zu verlassen, in welcher sein übermüthigerGegner als die Hauptperson angesehen wurde. Lindere kün-digten den nämlichen Vorsatz an, so daß es klar war, daß derKönig von England zurückgelassen würde, falls er bleibenwolle, mit der alleinigen Unterstützung solcher, die sich unterso trüben Aussichten freiwillig dem englischen Heere anschlie-ßen würden, und mit der zweideutigen Hülfe Conrads vonMontserrat und des Tempel- und Johanniterordens, welche,obwohl zum Kampf gegen die Saracenen eidlich verpflichtet,nichts desto weniger jeden europäischen Monarchen beneideten,der die Eroberung von Palästina vollendet hätte, wo sie, ih-rer kurzsichtigen und selbstsüchtigen Politik gemäß, eigene undunabhängige Herrschaften errichten wollten.
Es bedurfte nicht vieler Beweisgründe, um Richard seinewahre Lage zu zeigen; und wirklich setzte er sich nach einemersten Ausbruch von Leidenschaft ruhig nieder, und hörte mittrüber Stirn, gesenktem Haupt und gekreuzten Armen denErzbischof an, der ihm die Unmöglichkeit darlegte, den Kreuz-zug sortzusetzen, wenn sich alle Verbündeten zurückzögen. Jaer unterbrach ihn nicht einmal, als der Prälat in gemessenenAusdrücken darauf anspielte, daß die Leidenschaftlichkeit Ri-chards eine Hauptursache gewesen sei, den Fürsten den Feld-zug zu verleiden.
„Oonüteor" — antwortete Richard niedergeschlagen undmit einem schwermüthigen Lächeln; „ich bekenne es, ehrwür-