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einen Funken locken. ES ist keine Ehre mit Oestreich zu ge-winnen; also fort damit. — Doch ich will haben, daß erfalsch schwört; ich bestehe auf der Unschuldsprobe- — Wiewill ich lachen, wenn ich seine plumpen Finger, welche dieglühende Eisenkugel fassen, zischen hören werde! — ja, oderwenn sein großes Maul zerreißet, und seine Gurgel erstickendanschwillt, sobald er die geweihte Hostie verschlingen will!"
„Still, Richard," sagte der Einsiedler, „o still, wenn nichtaus Liebe, doch aus Scham! Wer könnte Fürsten loben undehren, die sich einander schimpfen und verläumden? Ach, daßein so edles Wesen, wie du bist, daß ein so vollkommenerFürst an Gesinnung und Streben, der so geeignet ist, derChristenheit Ruhm zu bringen durch seine Thaten, und siebei ruhigem Muthe zu beherrschen durch seine Weisheit —die thierische und blinde Wuth des Löwen haben muß, ver-mischt mit der Würde und dem Muth des Königs derWälder!"
Er heftete eine Zeit lang, in Gedanken vertieft, seine Au-gen zur Erde, und fuhr dann fort: „Aber der Himmel, derunsere Unvollkommenheit kennt, nimmt unseren unvollkomme-nen Gehorsam an, und hat das blutige Ende deines helden-müthigen Lebens, wenn auch nicht aufgehoben, doch verscho-ben. Der Würgengel hat sich hingestellt, wie er vor Altersauf der Tenne Araunahs, des Jebusiters, stand, und er hältsein gezogenes Schwert, durch welches er in nicht ferner Zu-kunft den löwenherzigen Richard dem geringsten Bauer gleichmachen wird."
„Muß das denn so bald sein?" sagte Richard. „Doch es sei.Möge mein Leben glänzend sein, wenn es nur kurz sein soll!"
«Ach! edler König," sagte der Einsiedler, und es schien,als wenn eine Thräne (etwas ungewöhnliches für ihn) aus sei-