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„Groß sei Eure Freude, Königin," sagte Edith, „aberlieber wollte ich für mein übriges Leben nicht mehr lachen,als«-
Sie hielt inne, vermuthlich aus Zartgefühl; aber SirKenneth konnte hören, daß sie sehr aufgeregt war.
„Verzeihe mir," sagte Berengaria, eine leichtsinnige abergutmüthige Prinzessin vom Hause Navarra; „aber worin be-steht denn eigentlich das große Unglück? — Ein junger Rit-ter ist hierher verlockt worden, er hat sich gestohlen oder istgestohlen worden von seinem Posten, den Niemand in seinerAbwesenheit beunruhigen wird. — Eine schöne Dame warim Spiel — denn, um Eurem Ritter völlige Gerechtigkeitwiderfahren zu lassen, der Witz des Nectabanus konnte ihnnur in Eurem Namen hierher beschwören."
„Gütiger Himmel! Eure Majestät sagt dies nicht;" sagteEdith mit einer Stimme, die gänzlich verschieden lautete vonder, womit sie kurz zuvor ihre unterdrückte Aufgeregtheit ge-zeigt hatte — „ihr könnt das nicht sagen, weil es mit EurerEhre und mit meiner Ehre nicht bestehen kann! — Sprecht,daß Ihr Scherz mit mir getrieben habt, Königin, und ver-zeiht mir, daß ich nur einen Augenblick wähnen konnte, Ihrsprächet im Ernst.«
„Die Ladp Edith," sagte die Königin verdrossen, „schmerztder Ring, den wir ihr abgenommen haben. — Wir wollenEuch das Pfand zurückgeben, schöne Base; aber Ihr müßtuns auch den kleinen Triumph über die Weisheit gönnen, dieuns so oft überragt hat, wie ein Banner ein Kriegsheer."
„Ein Trimph!" rief Edith zürnend aus; „ein Triumph! —der Triumph wird auf Seiten der Ungläubigen sein, wenn siehören, daß die Königin von England den Ruf der Der-