Dreizehntes Kapitel.
Ihr sprecht von Unschuld und von Lustigkeit!Doch als des Paradieses Frucht verzehrt ward,Da trennten beide sich, und Bosheit istSeitdem der leichten Lustigkeit GespielinVom Augenblicke, wo das Kind mit LächelnBlum' oder Schmetterling zum Spiel zerpflücktBIS z» dem letzten Alhemzug des Sünders,
Der noch einmal im Sterbekissen lacht,
Wenn er des reichen Nachbars Sturz vernimmt.
Altes Stück.
Sir Kenneth befand sich einige Minuten allein und imDunkeln. Diese Verzögerung mußte seine Abwesenheit vonseinem Posten verlängern, und schon fing er an, den Leicht-sinn zu bereuen, mit welchem er denselben verlassen hatte.Aber nun zurückzukehren, ohne Lady Edith zu sehen, fiel ihmnicht ein. Er hatte einen Verstoß gegen das Kriegsgesetz be-gangen, und er war entschlossen, wenigstens die Wahrheit derreizenden Erwartungen zu erproben, die ihn dazu verführthatten. Unterdessen war seine Lage eine unangenehme. KeinLicht zeigte ihm, in was für ein Gemach man ihn geführthabe; Lady Edith gehörte zur nächsten Umgebung der Köni-gin von England; und die Entdeckung seines Einschleichensin das königliche Gczelt konnte manchen gefährlichen Arg-wohn erwecken. Während er diese unangenehmen Betrach-tungen anstellte, und schon zu wünschen begann, seinen Rück-zug unentdeckt ausführen zu können, hörte er das Lachen,Flüstern und Sprechen weiblicher Stimmen in dem benach-