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sagte Richard gleichgültig; und der Erzherzog wandte ihmden Rücken und zog sich von dem Platze zurück.
Richard sah ihm nach, als er davon ging.
„Es gibt eine Art von Glühwurmsmuth," sagt er, „dersich nur bei Nacht zeigt. Ich darf dies Banner nicht ohneWache in der Finsterniß lassen — beim Licht des Tages istder Blick der Löwen zu seiner Vertheidigung hinlänglich. Hier,Thomas von Gilsland, ich empfehle dir diese Standarte —wache über die Ehre von England."
„Das Heil von England ist mir noch weit theurer," sagtede Vaur, „und Richards Leben ist dies Heil — ich muß EureHoheit zurück zu Eurem Zelte haben und das ohne längeresZögern."
„Du bist ein rauher und strenger Wärter, de Vaur," sagteder König lächelnd, und an Sir Kenneth gewandt, fügte erhinzu: „Wackerer Schotte, ich bin dir eine Belohnung schuldig,und ich biete dir eine große an. Hier steht das Banner vonEngland! Bewache es, wie ein Edelknecht seine Rüstung be-wacht die Nacht vor seinem Ritterschlag — Entferne dich nichtdrei Speerslängen von ihm, und vertheidige es mit deinemLeib gegen Schimpf und Frevel — Blase dein Horn, wenndu von mehr als dreien auf einmal angegriffen wirst- Willstdu den Posten annehmen?"
„Sehr gern," sagte Kenneth; „und ich will ihn mit Ge-fahr meines Kopfes behaupten. Ich will mich nur rüsten, undflugs hierher zurückkehren."
Die Könige von Frankreich und von England nahmenförmlich Abschied von einander, unter dem Schein der Höflich-keit den Groll verbergend, den der eine gegen den anderenhatte — Richard gegen Philipp, weil derselbe sich zwischenihm und Oestreich zum Schiedsrichter aufgeworfen, und Phi-