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Der König war bald am Fuße des St. Georgsberges, des-sen Abhang und Gipfel bedeckt waren theils von dem Gefolgedes Herzogs von Oestreich, welches mit Jubelgeschrei eineHandlung feierte, der als eine Probe der Nationalehre be-trachtet wurde, theils von Zuschauern der verschiedenen Völ-ker, welche Mißgunst gegen England, oder bloße Neugierversammelt hatte, um den Ausgang dieses sonderbaren Un-ternehmens zu sehen. Durch dieses unordentliche Gewimmelbahnte sich Richard seinen Weg wie ein mit aufgcschwelltenSegeln eilendes Schiff, das sich mächtig eine Bahn durch dierollenden Wogen bricht, und sich nicht kümmert, daß sie sichhinter ihm wieder vereinigen unter wildem Gebrause.
Der Gipfel der Höhe war ein kleiner, geebneter Platz, aufwelchem die Banner der beiden Nebenbuhler standen, immernoch von des Erzherzogs Freunden und Gefolge umgeben. Inder Mitte des Kreises befand sich Leopold selbst, mit Selbstgefäl-ligkeit die That betrachtend, die er ausgeführt hatte, unddem Beifallsgejauchze lauschend, das seine Anhänger mit frei-gebigem Athem zollten. Während er so sich selber Glück wünschte,drang Richard in den Kreis, wirklich nur von zwei Männernbegleitet, aber für sich allein ein unwiderstehliches Heer.
„Wer hat es gewagt," sagte er, die Hand an die östrei-chische Standarte legend, mit einer Stimme, die wie der Don-ner klang, der ein Erdbeben verkündet; „wer hat es gewagt,diesen Besenstiel neben das Banner von England zu stellen?"
Dem Erzherzog fehlte cs nicht an Muth, und es war un-möglich, diese Frage ohne Antwort zu lassen. Jndcß war er soüberrascht und bestürzt über das unvcrmuthete Erscheinen Ri-chards, und so angegriffen von dem Eindruck, den der heftigeund unnachgiebige Charakter desselben machte, daß die Fragewiederholt wurde in einem Tone, der Himmel und Erde heraus-