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zu diesem Behuf angewandt worden. Der Arzt gab nach einerkurzen Prüfung dem Baron von Gilsland die Versicherung, daßdas Fieber den König gänzlich verlassen habe, und daß es beiRichards starker Constitution nicht nöthig sei, wie in den meistenandern Fällen, eine zweite Dosis der kräftigen Arznei anzu-wenden. Richard selbst schien der nämlichen Meinung zu sein:denn aufrecht sitzend und die Augen reibend fragte er de Vaur,wie viel Geld gegenwärtig in der königlichen Kaffe sei.
Der Baron konnte ihm den Betrag nicht genau angeben.
„Das thut nichts," sagte Richard, „sei es mehr oder we-niger, gib Alles diesem gelehrten Arzt, der, wie ich glaube,mich dem Dienste des Kreuzzugs wicdcrgegeben hat. Wennes weniger ist, als tausend Byzantiner, so mache die Summedurch Juwelen voll."
„Ich verhandle nicht die Weisheit, mit welcher Allah michbegabt hat," antwortete der arabische Arzt, „und wisset, großerKönig, daß die göttliche Arznei, die ihr genommen habt, alleihre Kraft in meinen unwürdigen Händen verlieren würde,wenn ich sie für Gold oder Diamanten vertauschte."
„Dieser Arzt schlägt seine Belohnung aus!" sagte de Baurvor sich. „Das ist noch ungewöhnlicher, als sein hundertjäh-riges Alter."
„Thomas de Vaur," sagte Richard, „du kennest nur denMuth, der sich auf's Schwert bezieht, und keine gute Eigen-schaft und Tugend, als die mit dem Ritterthum übcreinstim-men — ich sage dir, daß dieser Maure in seiner Unabhängig-keit denen als Muster aufgestellt werden kann, die sich fürdie Blüthe der Ritterschaft -alten."
„Es ist eine hinlängliche Belohnung für mich," sagte derMaure, indem er die Arme über die Brust hielt, und eine zu-gleich ergebene und würdevolle Stellung bewahrte, „daß ein so